«Ich habe nichts dafür geleistet, dass ich in der Schweiz geboren wurde»

Interview mit Martino Mona in der Tageswoche. Zu lesen hier.

Es ist sehr erbärmlich, dass es so viele Tote direkt vor unserer Haustür brauchte, aber das Umdenken findet statt. Es wird aber noch nicht genügend abgebildet. Viele sind bereit, viel mehr Flüchtlinge aufzunehmen, allein aus Gründen der Menschlichkeit. Wenn 54 Prozent der befragten Leute nichts gegen ein Asylbewerberheim in ihrer Nachbarschaft einzuwenden haben, ist das viel aussagekräftiger als Anekdoten von irgendwelchen Schweizern in Chiasso, die gerade wegen ein paar Dutzend Eritreern ausflippen. Dass es heute eine Partei gibt, welche zur Abschreckung potenzieller Flüchtlinge die Einführung einer modernen Form der Sklaverei verlangen kann, ist sehr gravierend. Diese Politiker haben die Kontrolle über das Rad, an dem sie ständig drehen, komplett verloren.