Das Glas ist halb voll, es ist halb leer

Einerseits stimmt die Vorstellung zuversichtlich, dass im Schlagschatten der rasenden Aktualität das unermessliche Reservoir der Literatur weiterexistiert. Ohne uns ihre Nichtbeachtung zu verübeln, harrt sie darauf, hervorgeholt zu werden, um uns zu dienen.

Andererseits scheint die Literatur in Gefahr. Im Gegensatz zur rasenden Aktualität, der Parade von Zwietracht und Pomp, ähnelt sie dem Schatz an Heilmitteln, der im Regenwald der totalen Vernichtung anheimfällt, bevor überhaupt seine Existenz festgestellt und beschrieben wird.