Alles Vortreffliche ist ebenso schwierig wie selten

Es macht sich immer gut, wenn Klappentexte mit dem 11. September, der Finanzkrise oder Migrationsproblemen aufwarten. Selbst mancher Schriftsteller glaubt, dass bloss noch relevant ist, was mit Terror und Krieg, Börsenkrach und Globalisierung zu tun hat. Offenbar soll Literatur mit journalistischer Eilfertigkeit konkurrieren, um wie beim Hase-Igel-Spiel rufen zu können: Ick bin all hier! Dabei hat ihr nie geschadet, was Hegel für die Philosophie reklamiert, nämlich ein Innehalten, das den Abend abwartet, an dem sich das Gewirr des Tages in anderem Licht zeigt als mitten im Gewühl.

Den ganzen Essay von Karl-Heinz Ott gibt es bei der NZZ.